Spätestens seit der ersten Handy-Kamera ist die Verschmelzung verschiedener Funktionen in einem Endgerät ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung neuer Modelle, wobei nicht nur der Handymarkt davon profitiert. Völlig neue Wege geht da der schwedische Hersteller „People of Lava“. Im Frühjahr stellten die Tüftler aus dem Norden den weltweit ersten Fernseher vor, auf dem das Betriebssystem Android von Google installiert ist.Das ursprünglich nur für Handys und Smartphones entwickelte Android kam erstmals auf dem HTC Dream zum Einsatz, wo es bereits eine ganze Anzahl neuer Funktionen sowie eine wesentlich bequemere Bedienung (Touchscreen, Navigation) ermöglichte. Einen ähnlichen Quantensprung versprechen sich die „People of Lava“ nun mit ihrer Modellreihe „Scandinavia“. Die Fernseher, deren ansprechendes Design in Deutschland erdacht wurde, werden in verschiedenen Ausführungen zwischen 42 Zoll und 55 Zoll angeboten. Das bedeutet mehr als genügend Platz für brillante und gestochen scharfe Bilder, denn die Online-Fernseher arbeiten mit 1.920 x 1.080 Pixeln (Full-HD), die von einer LED-Hintergrundbeleuchtung unterstützt werden.
Neben einer großen Anzahl an Schnittstellen und möglichen Erweiterungen (2x Scart, USB, 3x HDMI, Video, S-Video, Koax) stehen natürlich die vielfältigen Internet-Funktionen im Fokus der Aufmerksamkeit, die durch Android erst möglich werden. Vorbei sind die Zeiten, in denen man in der Werbepause neue Getränke holte oder die alten Getränke wegbrachte. Von nun an können die Besitzer eines Scandinavia-Android-Fernsehers (das nötige Kleingeld von ca. 2.200,- € mal vorausgesetzt), die Werbeunterbrechungen nutzen, um E-Mails abzurufen, im Internet zu surfen oder mal in den sozialen Communitys vorbeizuschauen. Zahlreiche dieser Apps sind bereits installiert, andere sind – kostenlos oder für einige Euros – dann in den so genannten Lava-App-Stores zu haben.
Gesteuert werden die Geräte mit einer drahtlosen Tastatur oder einem mitgelieferten Pointer. Und wenn das TV-Programm mal so wieder gar nichts zu bieten hat, können auch der Video-Player (MPEG4, H.264 HD) oder der Bildbetrachter dabei helfen, die Zeit zu überbrücken.




